Tipps, Hinweise, Online-Betrugsformen

Onlinebetrug gibt es in vielerlei Formen. Der Phantasie und Kreativität der Onlinebetrüger und organisierten Banden scheint grenzenlos zu sein. Die Welt des Internets macht es dem Betrüger leicht, da hier viele Menschen innerhalb kürzester Zeit erreicht werden können und viele Möglichkeiten bestehen, mit den Daten fremder oder mit falschen Identitäten Geld, Waren oder andere Dienstleistungen zu erbeuten. Im Folgenden haben wir Ihnen einige Beispiele zusammengestellt und zeigen Ihnen auf, wie sie einen möglichen Betrugsversuch erkennen und sich davor schützen können.

Fall: Internet-Love-Scam, Dating Portale

Bei dieser sehr verbreiteten Betrugsvariante, auch Romance-Scamming (Scam = englisch für Betrug) genannt, sind die Nutzer von Single-Börsen oder Internetchats die Opfer. Die Täter schreiben mit gefälschten Profilen die Opfer an und bauen über Tage, Wochen und Monate eine Beziehung auf. Hierbei werden auch Bilder und Videos verwendet, die jedoch von ganz anderen Personen (z.B. aus öffentlichen Profilen in Sozialen Netzwerken) stammen. Der Schriftverkehr findet sehr schnell über den privaten E-Mailaccount oder Skype, anstelle der eigentlichen Internetplattform statt. Es folgen möglicherweise Telefonate und Videochats. Hierbei werden oft fremde Videos oder Standbilder benutzt. Entsprechende Erklärungen für eine schlechte Bildqualität oder ein Nichtfunktionieren der Chats liefern die Gesprächspartner auf Nachfrage tatsächlich ab.

Irgendwann benötigt der neue Partner plötzlich finanzielle Unterstützung und bittet das Opfer um Hilfe in der Not. Ist das Opfer bereit, die hohen Kosten für diese Notlage (z.B. Krankheit oder OP des Kindes), den Flug zum Opfer oder vergleichbares zu bezahlen, wird dem Opfer ein Empfänger genannt, auf dessen Bankkonto das Geld überwiesen werden soll. Hierbei handelt es sich sehr oft um einen Finanzagenten. Gibt das Opfer an, Bedenken bei der Überweisung zu haben oder selbst nicht über die Geldmittel zu verfügen, so wird die Möglichkeit angeboten, dass ein Bekannter/Verwandter des neuen Partners kurzfristig aushelfen könnte. Das Opfer müsse lediglich selbst nur sein Bankkonto zur Verfügung stellen. Das Geld müsse dann schnell weitergeleitet (Auslandsüberweisung, Western Union) oder in Prepaid-Codes (Ukash oder Paysafecard) umgewandelt und die Bezahlcodes per E-Mail weitergeschickt werden. Alternativ kann das Opfer auch gefälschte Schecks erhalten, deren Wert dann ebenfalls überwiesen werden soll. Erst später wird sich dann herausstellen, dass die Schecks gefälscht sind.

Ratschläge

  • Vorsicht bei Kontakten über Single-Börsen und Chatrooms (auch fremdsprachig). Sie können nicht wissen, wer tatsächlich dahinter steckt.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten (Name, Anschrift, Bankdaten, Bild- und Videomaterial usw.) bekannt.
  • Seien Sie misstrauisch bei plötzlichen Notfällen, Ausreisewünschen usw. in Verbindung mit Geldangelegenheiten.
  • Seien Sie vorsichtig bei zugeschickten Schecks.
  • Lehnen Sie Überweisungen auf Ihr Bankkonto ab.
  • Täter senden gern als Bestätigung eingescannte und gefälschte Ausweisdokumente und Urkunden zu.
  • Täter verweisen auf gefälschte Internetseiten (z.B. angebliche Firma) um Seriösität vorzutäuschen.
  • Sie machen sich ggf. der Geldwäsche strafbar!

Sie wurden Opfer? Wir vertreten Sie.

Warenbetrug - Ware bezahlt, aber nicht geliefert

Hier wird Ware durch den Käufer bezahlt, der Verkäufer jedoch verschickt die bestellte Ware nicht oder versendet ggf. eine minderwertige Alternative. Ein solcher Betrug ist häufig auf Auktionsplattformen zu finden. Dafür werden gefälschte oder gehackte Verkäuferaccounts benutzt. Die Täter gehen bei gefälschten Accounts zum Teil auch sehr geschickt vor. Sie geben an, auf einer Insel in der Nord-/Ostsee zu wohnen. Die ersteigerte Ware könne selbstverständlich durch den Gewinner der Auktion vor Ort abgeholt werden. Viele Käufer scheuen jedoch diesen zusätzlichen Weg, fühlen sich aber durch die angebotene Option der Abholung vor Ort in Sicherheit, ersteigern und bezahlen letztendlich die Ware, die jedoch nicht existent ist. Das Geld fließt auf Bankkonten zuvor angeworbener Mittelsmänner im Ausland.

Beim Warenkreditbetrug wird die Ware durch Täter bestellt und durch Verkäufer verschickt, jedoch vom Täter nicht bezahlt. Beim Vorauszahlungsbetrug oder Vorschussbetrug werden jene Betrugsmaschen genannt, bei denen das Opfer angeblich hohe Geldbeträge oder hochwertige Güter erhalten soll, dafür jedoch mit vergleichsweise geringen Geldbeträgen in Vorleistung treten soll, um z.B. Rechtsanwälte oder Überweisungsformalitäten zu bezahlen.

Nigeria-Connection - "Hello I have a great offer for you"

Hier werden per E-Mail oder per Briefpost große Vermögenswerte in Aussicht gestellt. Dies können Lotteriegewinne, Kriegsbeute, Erbschaften, annektierte Staats- und Firmengelder sein. Versender sind in der Regel angeblich hochrangige Staatsbürger des Versenderlandes. Die benutzte Sprache ist oft englisch oder schlecht übersetztes Deutsch.

Ratschläge

  • Reagieren Sie nicht auf Briefe, E-Mails oder Telefonate in denen Ihnen hohe Geldsummen versprochen werden (ausländische Lotteriegewinne, Nachlassregelung, Autos usw.).
  • Treten Sie nicht in Vorleistung für irgendwelche Gewinne oder Wertgegenstände.
  • Notieren Sie bei Anrufen die angezeigte Rufnummer und den Gesprächsinhalt.
  • Melden Sie unaufgeforderte Anrufe/Gewinnbenachrichtigungen an die Bundesnetzagentur (Rufnummernmissbrauch).
  • Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Anwalt nach.
  • Nutzen Sie Internetsuchmaschinen und recherchieren Sie Inhalte der Briefe und E-Mails. Oft ist auch die Suche ganzer Textabschnitte möglich. Viele Scammer eMails sind bereits bekannt.

Treuhandbetrug - Angeblicher Treuhänder sichert Ihr Geld

Hochwertige Ware oder Schnäppchenware wird von den Tätern (meist aus dem Ausland) zum Kauf angeboten oder ein Kaufgesuch bezüglich Ihrer Ware (z.B. Smartphone, Auto, Sammlerstück) erfolgt vom Täter. Der Täter nennt Ihnen eine Treuhänderbank, auf die Sie Ihr Geld zwischenüberweisen oder der Täter angeblich sein Geld überwiesen hat. Ggf. bekommen Sie sogar noch Daten eines Transportunternehmens mitgeteilt, welche einen angeblichen Versand der Ware bestätigen soll. Alternativ werden Sie aufgefordert, die Ware zu verschicken, da das Geld des Käufers bereits beim Treuhänder auf die Freigabe warten würde. Letztendlich wird niemals Ware oder Geld vom Täter verschickt. Sie haben das Nachsehen, da Ihre Ware und/oder Ihr Geld weg sind. Die Täter gehen sogar so raffiniert vor, dass für die Treuhandbank und Transportdienste sogar eigene Internetseiten erstellt werden und auch Bestätigungs-E-Mails von dort verschickt werden. Sehr häufig findet diese Betrugsvariante in Verbindung mit einem Autokauf statt.

Ratschläge

  • Verkaufsgespräche erfolgen auf englisch/in schlechtem Deutsch, ggf. wurden Übersetzungsprogramme verwendet.
  • Täter besteht auf Nutzung eines speziellen und unbekannten Transportdienstleisters / Treuhänders.
  • Täter verschickt gefälschte Schecks.
  • Täter verschickt gefälschte Ausweiskopien.
  • Täter verschickt „versehentlich“ höher dotierte (gefälschte) Schecks und verlangt eine Weiterüberweisung des überzahlten Betrages. Alternativ erhalten Sie Geld auf Ihr Konto überwiesen, welches jedoch von gehackten Onlinebanking-Accounts anderer Geschädigter stammt.
    • Seien Sie vorsichtig bei Angeboten und Kaufgesuchen aus dem Ausland/in englischer Sprache.
    • Nutzen und bestehen Sie auf bekannte und seriöse Zahlungsdienste/Treuhanddienste.
    • Nutzen und bestehen Sie auf bekannte und seriöse Transportdienstleister.
    • Lassen Sie erhaltene Schecks vor Warenversand durch Ihre Bank auf Echtheit überprüfen. Weisen Sie Ihre Bank ggf. auf die Verkaufsumstände hin.
    • Fragen Sie notfalls bei einer Polizeidienststelle nach und lassen Sie z.B. zugeschickte Ausweiskopien überprüfen.
    • Überprüfen Sie die angebotenen Treuhand- und Transportdienste z.B. mittels Internetsuchmaschinen.

Sie wurden Opfer? Wir vertreten Sie.

Immobilien-Betrug - Mieten, Kaufen - keine Leistung

Suchen Sie eine Wohnung oder ein Haus zum Kaufen oder Mieten? Dann nutzen Sie wahrscheinlich auch Internetportale für Ihre Suche. Durch verschiedene Einstellungen finden Sie möglicherweise Ihre Traumimmobilie. Leider tummeln sich auch hier einige schwarze Schafe herum. Dabei handelt es sich um Betrüger, die Ihnen nicht existente oder fremde Immobilien vermitteln wollen. Alle benötigten Informationen zu den Immobilien finden die Täter ebenfalls im Onlineportal. Die Wohnungsangaben und die zugehörigen Bilder werden missbraucht und neue Annoncen werden erstellt. Die Preise werden dann in der Regel so gestaltet, dass sie verlockend auf den Kaufinteressenten wirken. Der Kunde beisst an und bittet um einen Besichtigungstermin. Diesen könne der Verkäufer jedoch aus privaten oder beruflichen Gründen nicht persönlich wahrnehmen, so schreibt der Täter dann oft in schlechtem Deutsch oder auf Englisch zurück. Der Kunde könnte aber auf ein Treuhandkonto eine Kaution einzahlen. Dafür würde er dann den Wohnungsschlüssel bekommen, mit dem er sich die Wohnung eine Woche in Ruhe und allein anschauen könnte. Bei Nichtgefallen gäbe es dann die Kaution gegen den Schlüssel zurück. Bezahlt hier der Kunde die Kaution, so erhält er jedoch keinen Schlüssel und das Geld ist ebenfalls verschwunden. Oft wird dafür ein Mittelsmann missbraucht, der das Geld an die Täter weiter überweist.

Ratschläge

  • Vorsicht bei sehr guten Wohnungen zu extrem günstigen Preisen.
  • Eigentümer befindet sich im  Ausland und kann nicht nach Deutschland kommen.
  • Schlüssel kann zwecks Besichtigung verschickt werden.
  • Kaution für Schlüssel soll an Treuhänder überwiesen werden.
  • Überweisen Sie kein Geld im Voraus für Immobilien oder Schlüsselkautionen!
  • Übermitteln Sie den Tätern keine persönlichen Daten (z.B. Anschriften, Kontodaten, Ausweiskopie).

Betrug mit Ferienwohnung

Auch bei der Ferienhausvermietung ist diese Masche inzwischen üblich. Statt einer Immobilie zur Miete oder zum Kauf wird hier der zukünftige Urlauber auf der Suche nach einem schönen Urlaubsdomizil betrogen. Die Täter erstellen eigene Internetseiten für die Ferienwohnung und lassen sich dann die Ferienwohnungen vorab vollständig oder in Teilzahlung bezahlen. Vor Ort muss der Urlauber feststellen, dass es die Ferienwohnung nicht gibt oder dort bereits andere Urlauber eingecheckt haben.

Ratschläge

  • Nutzen Sie offizielle Buchungsportale für Ferienwohnungen, die die Mietangelegenheiten und Zahlungen abwickeln. Fragen Sie z.B. bei den Touristeninformationen der Urlaubsorte nach.
  • Buchen Sie keine Ferienwohnung bei unbekannten Anbietern. Fragen Sie bei Touristeninformationen nach.
  • Nutzen Sie Suchmaschinen, Landkartendienste und Onlinetelefonbücher, um den Anbieter und die Anschrift zu überprüfen.
  • Treten Sie nicht bei unbekannten Anbietern in Vorleistung.
  • Nehmen Sie ggf. telefonischen Kontakt zu den Vermietern auf.

Abofallen und falsche Inkasso- Services

Der Begriff „Abofalle“ ist inzwischen in der Internetwelt bekannt. Internetseitenbetreiber bieten eine Servicedienstleistung an, die zunächst den Anschein hat, gratis zu sein. Für die entsprechende Auskunft und die weitere Nutzung des Dienstes werden die persönlichen Daten benötigt. Das Lesen der AGB und der Widerrufsbelehrung lassen sich einfach "abhaken". Nun erhält der Nutzer die gewünschte Leistung und hat ggf. gar nicht bemerkt, dass er einen kostenpflichtigen 2-Jahres-Vertrag mit dem Unternehmen eingegangen ist. Die Anbieter nutzen hier diverse Tricks, um die Hinweise auf Kostenpflichtigkeit als Nebensachen wirken zu lassen:

  • Preishinweise werden am Rand dargestellt. Ggf. muss der Bildschirm über den sichtbaren Bereich heruntergescrollt werden.
  • Preishinweise werden in schlecht lesbaren Farben dargestellt.
  • Preishinweise werden in schlecht lesbaren Schriftarten dargestellt.
  • Preishinweise werden in Worten, statt in sofort erkennbaren Zahlen dargestellt (z.B. „sechsundneunzig Euro“ statt „96 €“).
  • Durch zusätzliche Worte wie z.B: „Freeware“ bei Programmangeboten oder „Gratis“ bei den Diensten wird suggeriert, dass der weitere Dienst auch kostenfrei sei.
  • Preis- und Vertragshinweise sind nicht vorhanden.

Sie wurden Opfer? Wir vertreten Sie.

Ratschläge

  • Vorsicht vor Internetanbietern, die für gewerbliche Nutzer Grosshandelsangebote zur Verfügung stellen. Hier kann eine Abofalle versteckt sein.
  • Leisten Sie keine Zahlungen, solange die Rechtslage nicht eindeutig geklärt ist.
  • Fragen Sie in Ihrem Haushalt nach, ob es ggf. durch ein Familienmitglied doch zu einem, möglicherweise ungewolltem Vertragsabschluss gekommen ist.
  • Prüfen Sie, ob tatsächlich säumige Zahlungen bestehen. Nutzen Sie ggf. Suchmaschinen im Internet, um z.B. mehr über das Inkassounternehmen und die beauftragende Firma zu erfahren.
  • Fragen Sie ggf. beim Inkassounternehmen persönlich nach.
  • Bedenken Sie auch mögliche Falschaussagen oder Halbwahrheiten in diversen Internetforen, das sogenannte „gefährliche Halbwissen“. Dies wird oft auch durch andere verärgerte Betroffene verbreitet.
  • Sollten Sie einen Mahnbescheid vom Gericht bekommen, so haben Sie die Möglichkeit, fristgerecht Widerspruch einzulegen. Beachten Sie unbedingt die Hinweise und Fristen auf dem Mahnbescheid.

Online-Apotheken - Medikamente über das Internet bestellen

Auch im Apothekenbereich hat sich das Internet inzwischen stark verbreitet. Es lassen sich Medikamente aller Art einkaufen, Schnäppchen finden und Rezepte einlösen. Aber auch hier tummeln sich illegale Anbieter oder Anbieter, die nicht einwandfreie Waren anbieten. Oft bieten letztere Anbieter Ihre Waren auch über zahlreiche Spammails an.

Typische Gefahren, die bei Online-Apotheken und Medikamenten-Angeboten lauern können:

  • Betrug (Sie bestellen und bezahlen, erhalten aber keine Waren).
  • Sie erhalten illegale Medikamente/Produkte. Ggf. drohen weitere strafrechtliche Konsequenzen bei Zollkontrollen.
  • Sie erhalten gesundheitsschädliche Medikamente/Produkte.
  • Sie erhalten nicht zugelassene Medikamente.
  • Sie erhalten gefälschte Produkte.
  • Phishing Ihrer Privat- und Zahlungsdaten.
  • Sogenannte „Cyber-Docs“ verordnen Medikamente ohne persönliche Untersuchung.
  • Sie erhalten Falschauskünfte.
  • Vorsicht vor Produkten aus Drittstaaten (nicht D / EU).
  • Rezeptpflichtige Medikamente werden ohne Rezeptvorlage angeboten.
  • Vorsicht bei Spam-Mail-Angeboten!
  • Schadsoftware (über verseuchte Mails oder Webseiten).

Ratschläge

  • Kaufen Sie nur bei zugelassenen Online-Apotheken ein (siehe. § 11 Apothekengesetz).
  • Halten Sie Rücksprache mit einem behandelndem Arzt.
  • Seien Sie vorsichtig bei Bekanntgabe von Privat- und Zahlungsdaten.
  • Kontrollieren Sie die Internetseite (z.B. Onlineregister, Sicherheitslogo-Rückverfolgung zum Register).
  • Kontrollieren Sie das Impressum (gilt für alle Online-Versender, wer, wo, woher)

Gewinnversprechen am Telefon, per Post oder E-Mail

Bevorzugt werden ältere Mitbürger angerufen/angeschrieben und auf mögliche Gewinne angesprochen. Die Anrufer versuchen durch ein geschicktes Redeverhalten, den Angerufenen z.B. von einem Gewinn oder einer Gewinnspielteilnahme zu überzeugen. Neben echten Gesprächspartnern kann es auch dazu kommen, dass die Telefonate von Anrufmaschinen getätigt werden. Es kommt dabei auch vor, dass solche Anrufe sich ständig wiederholen. Die Angerufenen haben das Gefühl, von solchen Telefonaten sprichwörtlich terrorisiert zu werden. Seien Sie bei solchen Anrufen vorsichtig mit Ihren Angaben. Nachfolgend ein paar Hinweise, wie Sie solche Anrufer oder Mailer erkennen:

  • Täter fragen nach sensiblen Kunden- und Bankdaten sowie weiteren persönlichen Daten.
  • Täter fordern zum Abgleich von Daten auf, nennen aber selber nur Bruchstücke oder falsche Daten.
  • Täter drohen mit rechtlichen Konsequenzen, Sperrung, Zusatzkosten, Schufa usw..
  • Täter haben einen ausländischen Akzent (inzwischen aber auch sehr gute Deutschkenntnisse und akzentfrei).
  • Täter fordern auf, eine spezielle Rückrufnummer an-  oder Internetseite aufzurufen.
  • Die Rufnummer wird unterdrückt.
  • Es wird eine ausländische/ungewöhnliche Rufnummer im Display angezeigt.
  • Täter versprechen einen Gewinn, der jedoch unter einer anderen Rufnummer mittels Rückruf angefordert werden muss.
  • Täter versprechen einen Gewinn, der jedoch erst nach Zahlung von z.B. Anwaltskosten oder Überführungsgebühren in Anspruch genommen werden kann.
  • Täter verfügen nicht immer über ein vollständiges Wissen, sondern nutzen die Informationen, die die Opfer gerade selbst am Telefon bekanntgegeben haben!

Leider bietet die heutige Internettechnik den Tätern die Möglichkeit, Rufnummern aus verschiedenen Städten vorzutäuschen. Dadurch kann die Herkunft von z.B. einer Anwaltskanzlei vorgespielt werden. Ebenfalls ist es möglich, über spezielle Internetdienste fremde, tatsächlich existierende Rufnummern anzuzeigen. Eine Rückfrage bei der Ihnen bekannten Rufnummer (nicht Rückwahlfunktion) wird im Zweifelsfall empfohlen. Sie haben die Möglichkeit, sich gegen solche Anrufe zu wehren und den Missbrauch Ihrer Daten zu verhindern.

Ratschläge

  • Geben Sie keine sensiblen und privaten Daten am Telefon bekannt.
  • Gehen Sie keine Verträge am Telefon ein. Seien Sie vorsichtig mit Bestätigungen Ihrerseits, z.B. durch das Wort „Ja“.
  • Geben Sie keine PIN und TAN über die Telefontastatur ein, wenn Sie durch den Anrufer dazu aufgefordert werden.
  • Bestätigen Sie keine Aufforderung der Anrufer durch das Eintippen einer geforderten Zahl.
  • Tätigen Sie keinen Rückruf auf der Ihnen angezeigten Nummer.
  • Tätigen Sie keinen Rückruf auf der Ihnen im Gespräch genannten Nummer.
  • Dokumentieren Sie den Anruf/die Anrufe (Datum, Uhrzeit, Rufnummer, Gesprächspartner, Gesprächsinhalt, Firma, Häufigkeit usw.).
  • Fragen Sie im Zweifelsfall bei der echten Hotline nach.
  • Vermeiden Sie sensible Gespräche in der Öffentlichkeit (z.B. Bahn, Café).
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Telefonrechnung.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Herausgabe Ihrer privaten Daten (z.B. Gewinnspiele in Zeitschriften, TV oder Internet).
  • Geben Sie Rufnummern nicht an Unbekannte weiter.
  • Weisen Sie z.B. bei Geheimnummern auch Freunde darauf hin, die Nummer nicht an unbekannte Personen zu geben.
  • Nutzen Sie technische Hilfsmittel, die Anrufe blockieren oder nur ausgewählte Anrufer durchstellen. Fragen Sie dazu Ihren Telefonanbieter und im Fachhandel nach.
  • Klären Sie Mitbewohner/Familienmitglieder über die Maßnahmen und das Verhalten am Telefon auf.

Sie wurden Opfer? Wir vertreten Sie.

Quellen: De Micco & Friends, FBI, Interpol und www.polizei-praevention.de